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Facebook: Börsegang des Jahrzehnts

Von: Christian Scheid
Die Ankündigung von Facebook, im Frühjahr an die Börse gehen zu wollen, hat die Aktienkurse der ganzen Branche beflügelt. Hält der Trend an, sind Anleger mit dem Zertifikat auf den Sonix gebündelt dabei.

Der Börsegang des Jahres, wenn nicht sogar des Jahrzehnts, rückt immer näher: Am 1. Februar hat Facebook den Prospekt bei der US-Börseaufsicht eingereicht. Nun könnte das von Mark Zuckerberg gegründete Soziale Netzwerk bereits im April oder Mai debütieren. Die Bewertung zum IPO wird auf etwa 100 Mrd. Dollar geschätzt – angesichts des 2011er-Umsatzes von 3,7 Mrd. Dollar und des Gewinns von 1 Mrd. Dollar eine astronomisch anmutende Zahl. Doch es könnte noch weiter hinauf gehen. Schließlich wird nur ein Bruchteil der Aktien zum Handel zugelassen wird. Das dürfte kaum reichen, um die gewaltige Nachfrage zu bedienen.

Die knapp 850 Mio. Facebook-Nutzer haben die Phantasie der Anleger jedenfalls schon gehörig angeregt. Im Zuge der IPO-Ankündigung sind die Aktien der bereits gelisteten Sozialen Netzwerke kräftig angesprungen – gut abzulesen am Kurs des Partizipationszertifikats (ISIN DE000SG10SN8) auf den Solactive Social Networks Index (Sonix) von der Société Générale. Der Sonix umfasst derzeit die Aktien von zehn Unternehmen aus diesem Sektor, zum Beispiel die des chinesischen Anbieters für Onlinespiele Tencent, des US-Karrierenetzwerks Linkedin, des deutschen Pendants Xing und des Internetkonzerns Mail.ru aus Russland. Da wir davon ausgehen, dass der Hype um Facebook erst am Anfang steht, nehmen wir das Zertifikat in unser Musterdepot auf.

Auch der Blick auf Zertifikate auf Einzeltitel könnte lohnen: Die Aktie von Linkedin hat jüngst mit einem Kurssprung von 18 Prozent auf überraschend gute Zahlen reagiert. Vor dem Einstieg in ein Turbo Long-Zertifikat, wie es etwa von der Deutschen Bank (ISIN DE000DE9E1K4, Hebel 4,1) und von der Royal Bank of Scotland (ISIN DE000RBS5WH4, Hebel 2,2) zu haben ist, sollte ein Rücksetzer abgewartet werden. Auch bei Mail.ru – der Konzern hält 2,3 Prozent an Facebook – ist für Phantasie gesorgt, die mittels eines Turbos von der Commerzbank (ISIN DE000CK4KEZ3, Hebel 3,3) genutzt werden kann.

Fazit: Der Sonix bildet Aktien von sozialen Netzwerken ab. Die Mitglieder werden auf Basis ihrer Marktkapitalisierung vom Indexsponsor Structured Solutions AG ausgewählt und haben je nach ihrer Marktkapitalisierung ein Gewicht von maximal 20 Prozent und mindestens drei Prozent. Eine Überprüfung der Zusammensetzung findet halbjährlich statt. Dafür fällt eine Gebühr von 1,0 Prozent p.a. an. Neue Unternehmen aus dem Bereich Soziale Netzwerke können unmittelbar zum jeweiligen Börsegang in den Sonix aufgenommen werden. Dieses sogenannte „Fast Entry“-Verfahren wird auch beim jetzt anstehenden IPO von Facebook angewendet. Aufgrund der Größe ist davon auszugehen, dass Facebook mit einer Maximalgewichtung von 20 Prozent im Sonix vertreten sein wird.

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