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CO2-Emissionsrechte: Verknappung stützt die Preise

Von: Christian Scheid
27.01.26 / Analysten erwarten steigende Preise bei den CO2-Emissionsrechten und haben dafür zahlreiche Argumente. Mit einem Partizipations-Zertifikat von der Société Générale lässt sich daran teilhaben.

Der Klimaschutz ist 2025 ins Hintertreffen geraten – Handelsstreitigkeiten, geopolitische Spannungen und ein generell an der Erderwärmung zweifelnder US-Präsident setzten ihm zu. Selbst die auf diesem Gebiet bisher relativ ehrgeizige EU hat ihre Ambitionen zurückgeschraubt. Unter anderem einigten sich die Umweltschutzminister der 27 Mitgliedsstaaten darauf, den Start des auf Verkehr und Gebäude abzielenden Emissionshandelssystems ETS 2 um ein Jahr auf 2028 zu verschieben. 

Dennoch tendierte der CO2-Preis zuletzt nach oben. Was auf den ersten Blick paradox wirken könnte, ist durchaus logisch. Denn das Europäische Emissionshandelssystem ETS 1 läuft weiter im „Normalbetrieb“. Es bleibt ein zentrales Instrument der europäischen Klimapolitik. Seit mehr als 20 Jahren gilt das Prinzip „Cap and Trade“. Das heißt, die Teilnehmer erhalten eine begrenzte Anzahl (Cap) an Verschmutzungsrechten. Diese Zertifikate können an Terminbörsen gehandelt werden (Trade). Der dort ermittelte Preis soll die Teilnehmer dazu motivieren, ihre Emissionen zurückzufahren. 

Im Laufe der Zeit ist die Zahl der Emissionsberechtigungen gesunken. Im neuen Jahr könnten laut Schätzungen der Research-Einheit BNEF zwei Prozent weniger Zertifikate zur Verfügung stehen als 2025. Hinzu kommt, dass Brüssel gerade damit beginnt, die kostenlose Ausgabe von Verschmutzungsrechten bis 2034 nach und nach zu beenden. Davon betroffen sind unter anderem Stahlkocher, Düngerproduzenten oder Zementhersteller. Damit diese Sektoren nicht durch günstigere Importe aus Ländern mit einer lascheren Klimapolitik ins Hintertreffen geraten, wird ein Grenzausgleichssystem eingeführt. EU-Firmen, die Eisen, Stahl, Zement, Aluminium, Düngemittel, Strom und Wasserstoff einführen, müssen für einen sukzessive steigenden Teil dieser Importe CO2-Zertifikate kaufen.

Commerzbank Research erachtet diese Änderung zusammen mit dem deutlich geringeren Angebot an Verschmutzungsrechten als Preisstütze für den Emissionshandel. Den Analysten zufolge könnte sich gleichzeitig die Konjunktur positiv auf die Nachfrage auswirken: „Die im EU-ETS erfassten Industriebranchen dürften sich leicht beleben und der Bedarf an Emissionsrechten steigen.“ Hinzu kommt, dass der See- und innereuropäische Luftverkehr ab diesem Jahr voll erfasst wird und dementsprechend Emissionsrechte benötigt. Zwar sorgt der Vormarsch der erneuerbaren Energieträger dafür, dass die Nachfrage der Versorger sinkt. Alles in allem geht Commerzbank Research dennoch davon aus, „dass der Aufwind im EU-Emissionshandel anhält“. Per Ende 2026 sehen die Analysten den CO2-Preis bei 85 Euro je Tonne.

Bei Investoren gilt der europäische Emissionshandel vor allem wegen der relativ geringen Korrelation zu Aktien und Anleihen als eigene Anlageklasse. Folgerichtig zählt der an der ICE gehandelte Terminkontrakt auf das europäische Verschmutzungsrecht (EUA) zum Basiswertefundus von Société Générale. Mit einem Partizipations-Zertifikat (ISIN DE000SH755G8) können Anleger am CO2-Preis teilhaben. Das Anlageprodukt folgt dem jeweils im Dezember fälligen EUA-Future. Dieser Kontrakt gilt innerhalb des ETS-Spektrums als besonders liquide. Damit das Zertifikat endlos gehandelt werden kann, wird alle zwölf Monate der zugrunde liegende Kontrakt ausgetauscht. Dieser Rollvorgang kann den Wert des Derivats beeinflussen – ungeachtet der allgemeinen Entwicklung beim CO2-Preis.


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