Top-Story: Optische Netzwerke: Licht schlägt Kupfer
Von: Christian Scheid
25.08.26 / Der KI-Ausbau verschiebt den Engpass in die Verkabelung der Rechenzentren. Optische Übertragung verdrängt dort das Kupferkabel. Ein neues Zertifikat bündelt 15 Profiteure entlang der Wertschöpfungskette.
Ein Kupferkabel, das Server in Rechenzentren verbindet, stößt bei den heutigen Datenmengen an physikalische Grenzen. Je mehr Bits pro Sekunde übertragen werden, desto mehr Energie geht als Wärme verloren. Mit steigenden Übertragungsraten nimmt dieser Effekt überproportional zu. Mit dem Aufstieg der KI ist daraus einer der größten Engpässe der digitalen Infrastruktur geworden. Beim Training großer Modelle müssen zehntausende Grafikchips fortlaufend Daten austauschen. Die Industrie setzt deshalb auf optische Übertragung über Glasfaser statt auf elektrische Signale.
Das Geld dafür ist vorhanden. Die vier großen Cloud-Anbieter haben für dieses Jahr Investitionen von mehr als 730 Mrd. Dollar angekündigt, allein Amazon rund 220 Mrd. Dollar. Ein großer Teil fließt in Gebäude, Strom und Rechenchips. Ohne die passende Verkabelung bleibt die Rechenleistung aber ungenutzt.
Die Wertschöpfungskette der Optik hat drei Stufen. Am Anfang stehen photonische Bausteine wie Laser, Modulatoren und Fotodioden, die Lichtsignale erzeugen und lesbar machen. Darauf folgen Transceiver und optische Module, die zwischen elektrischen und optischen Signalen übersetzen. Die dritte Stufe umfasst komplette Netzwerksysteme, mit denen Telekomanbieter und Hyperscaler große Datenmengen über weite Strecken transportieren.
Treiber ist zudem der Sprung zu höheren Übertragungsstandards. Nach den 400G-Systemen haben sich 800G-Module in großen KI-Rechenzentren etabliert, als nächste Stufe zeichnet sich 1,6 Terabit ab. Mehrere Hyperscaler testen die Technik bereits. Parallel dazu rücken Co-Packaged Optics in den Vordergrund. Dabei sitzen die optischen Bauteile nicht mehr als Steckmodul im Gerät, sondern direkt neben dem Rechenchip. Das senkt den Stromverbrauch je übertragenem Bit. Jeder dieser Sprünge erhöht die Anforderungen an Module, Laser und photonische Chips. Die Hersteller profitieren so von wiederkehrenden Investitionszyklen.
Wie stark das durchschlägt, zeigen die jüngsten Quartalszahlen. Coherent, ein Anbieter von Lasern und Transceivern, steigerte den Umsatz im vierten Fiskalquartal um 34 Prozent auf 2,05 Mrd. Dollar. Konzernchef Jim Anderson verweist auf Rekorderlöse und höhere Margen. Weil die Rechenzentren von Kupfer auf optische Verbindungen umgestellt würden, sieht er einen mehrjährigen Wachstumsschub. Bei Lumentum verdoppelte sich der Umsatz im Schlussquartal auf 1,01 Mrd. Dollar, die bereinigte operative Marge kletterte von 15,0 auf 36,6 Prozent.
Wer daran teilhaben will, ohne sich auf einzelne Titel festzulegen, greift zum Open-End-Zertifikat von Vontobel auf den Solactive Optical Networks Technology Index (ISIN DE000BD0SLX4). Aus den drei Stufen der Wertschöpfungskette wählt der Index über ein textbasiertes Analyseverfahren die 15 relevantesten Unternehmen aus. Gewichtet wird nach Streubesitz, die Grenze je Titel liegt bei 20 Prozent. Auf die USA entfallen knapp 63 Prozent des Index, auf Japan 15,9 Prozent. Netto-Dividenden fließen zurück, die Gebühr beträgt 0,80 Prozent p.a. Seit der Auflegung Mitte Juli liegt das Papier gut zehn Prozent vorn, ruhig verlief der Weg dorthin nicht. Im Index stecken auch kleine Werte, die kaum Gewinne schreiben, dazu kommt das Währungsrisiko. Das Zertifikat ist daher vor allem als Depotbeimischung geeignet.
Ein Kupferkabel, das Server in Rechenzentren verbindet, stößt bei den heutigen Datenmengen an physikalische Grenzen. Je mehr Bits pro Sekunde übertragen werden, desto mehr Energie geht als Wärme verloren. Mit steigenden Übertragungsraten nimmt dieser Effekt überproportional zu. Mit dem Aufstieg der KI ist daraus einer der größten Engpässe der digitalen Infrastruktur geworden. Beim Training großer Modelle müssen zehntausende Grafikchips fortlaufend Daten austauschen. Die Industrie setzt deshalb auf optische Übertragung über Glasfaser statt auf elektrische Signale.
Das Geld dafür ist vorhanden. Die vier großen Cloud-Anbieter haben für dieses Jahr Investitionen von mehr als 730 Mrd. Dollar angekündigt, allein Amazon rund 220 Mrd. Dollar. Ein großer Teil fließt in Gebäude, Strom und Rechenchips. Ohne die passende Verkabelung bleibt die Rechenleistung aber ungenutzt.
Die Wertschöpfungskette der Optik hat drei Stufen. Am Anfang stehen photonische Bausteine wie Laser, Modulatoren und Fotodioden, die Lichtsignale erzeugen und lesbar machen. Darauf folgen Transceiver und optische Module, die zwischen elektrischen und optischen Signalen übersetzen. Die dritte Stufe umfasst komplette Netzwerksysteme, mit denen Telekomanbieter und Hyperscaler große Datenmengen über weite Strecken transportieren.
Treiber ist zudem der Sprung zu höheren Übertragungsstandards. Nach den 400G-Systemen haben sich 800G-Module in großen KI-Rechenzentren etabliert, als nächste Stufe zeichnet sich 1,6 Terabit ab. Mehrere Hyperscaler testen die Technik bereits. Parallel dazu rücken Co-Packaged Optics in den Vordergrund. Dabei sitzen die optischen Bauteile nicht mehr als Steckmodul im Gerät, sondern direkt neben dem Rechenchip. Das senkt den Stromverbrauch je übertragenem Bit. Jeder dieser Sprünge erhöht die Anforderungen an Module, Laser und photonische Chips. Die Hersteller profitieren so von wiederkehrenden Investitionszyklen.
Wie stark das durchschlägt, zeigen die jüngsten Quartalszahlen. Coherent, ein Anbieter von Lasern und Transceivern, steigerte den Umsatz im vierten Fiskalquartal um 34 Prozent auf 2,05 Mrd. Dollar. Konzernchef Jim Anderson verweist auf Rekorderlöse und höhere Margen. Weil die Rechenzentren von Kupfer auf optische Verbindungen umgestellt würden, sieht er einen mehrjährigen Wachstumsschub. Bei Lumentum verdoppelte sich der Umsatz im Schlussquartal auf 1,01 Mrd. Dollar, die bereinigte operative Marge kletterte von 15,0 auf 36,6 Prozent.
Wer daran teilhaben will, ohne sich auf einzelne Titel festzulegen, greift zum Open-End-Zertifikat von Vontobel auf den Solactive Optical Networks Technology Index (ISIN DE000BD0SLX4). Aus den drei Stufen der Wertschöpfungskette wählt der Index über ein textbasiertes Analyseverfahren die 15 relevantesten Unternehmen aus. Gewichtet wird nach Streubesitz, die Grenze je Titel liegt bei 20 Prozent. Auf die USA entfallen knapp 63 Prozent des Index, auf Japan 15,9 Prozent. Netto-Dividenden fließen zurück, die Gebühr beträgt 0,80 Prozent p.a. Seit der Auflegung Mitte Juli liegt das Papier gut zehn Prozent vorn, ruhig verlief der Weg dorthin nicht. Im Index stecken auch kleine Werte, die kaum Gewinne schreiben, dazu kommt das Währungsrisiko. Das Zertifikat ist daher vor allem als Depotbeimischung geeignet.
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